Aufschieberitis

Aufschieberitis (auch Prokrastination, Procrastination) bezeichnet das Verhalten von Menschen, das Erledigen unangenehmer Dinge immer wieder zu verschieben. Prekär wird dieses Verhalten, wenn insbesondere notwendige und wichtige Tätigkeiten nicht erledigt werden.

Leiden Sie unter der Aufschieberitis?

Machen Sie den Selbsttest
und beantworten ehrlich folgende Fragen:

    • Neigen Sie dazu, ungeliebte oder schwierige Tätigkeiten vor sich her zu schieben?
    • Haben Sie öfter ein schlechtes Gewissen, weil Sie einzelne Dinge einfach nicht schaffen?
    • Sind es zur Zeit mehr als drei Aufgaben, welche immer wieder aufgeschoben werden?
    • Verschieben Sie einzelne Tätigkeiten bereits länger als zwei Wochen?
    • Denken Sie, dass es nichts bringt, wenn Sie nicht in der richtigen Stimmung sind?
    • Glauben Sie, morgen wird es besser laufen als heute?
    • Erledigen Sie vieles erst auf den allerletzten Drücken?
    • Machen Sie öfter weniger wichtige Dinge als die wirklich Wichtigen?

Falls Sie mehr als einmal ja gesagt haben, leiden Sie unter Aufschieberitis und vermeiden es sich einer hoch priorisierten Aufgabe konsequent und zeitnah zu widmen.

Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund durch Selbstmotivation

Aufschieberitis ist eine Kopfsache. Machen Sie sich bewußt, worin die Ursachen der Aufschieberitis liegen und versuchen Sie diese Ursachen schrittweise abzubauen. Hilfreich kann hierbei das Protokollieren sowohl Ihrer Ursachenanalyse und Ihrer durchgeführten Tätigkeiten in einem Tagebuch sein.

    • Setzen Sie konsequent eine Todo-Liste zur Verwaltung der Aufgaben ein
    • Streichen Sie alle Dinge von der ToDo-Liste, die Sie ohnehin nie ernsthaft machen wollten.
    • Grübeln Sie nicht über Ihre Aufschieberitis, sondern suchen Sie nach Lösungen
    • Schwarzsehen: Malen Sie sich aus, was passiert, wenn Sie die Aufgabe nicht erledigen
    • Gehen Sie Schritt-für-Schritt vor
    • Stellen Sie einen Zeitplan auf
    • Bringen Sie den Stein ins Rollen, indem Sie 10 Minuten lang anfangen.
    • Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas erledigt haben - aber wirklich erst wenn es fertig ist
    • Setzen Sie sich mit Bestrafungen unter Druck
    • Fangen Sie mit angenehmen Aufgaben an
    • Haben Sie Mitleid mit sich selbst
    • Fangen Sie erst dann mit etwas Neuem an, wenn Sie das Teilstück Ihrer ungeliebten Aufgabe komplett erledigt haben
    • Sprechen Sie mit jemandem über Ihre Aufschieberitis
    • Erzählen Sie Ihren Freunden, Kollegen und Bekannten von Ihrem Vorhaben und verpflichten Sie sich öffentlich zu einer selbstgewählten Strafe, falls Sie Ihr Vorhaben nicht erledigen.

Weiterführende Weblinks zum Thema Aufschieberitis