“Nein”- Sagen

Häufig sagen wir ja und nehmen eine Tätigkeit an, obwohl wir es gar nicht wollen. Wir nehmen die Arbeit auf unsere Todo-Liste mit auf, weil wir

        • anderen helfen möchten - "Helfersyndrom"
        • Angst haben, unbeliebt zu werden
        • Furcht vor Sanktionen haben
        • uns freuen, wenn wir unentbehrlich sind
        • niemanden verletzen oder vor den Kopf stossen möchten
        • überrumpelt wurden

doch sollten wir nie JA sagen, wenn wir NEIN meinen.

Denn wenn Sie immer mehr Aufgaben sich aufladen, werden Sie irgendwann unter der Aufgabenlast zusammenbrechen: Wer nicht Nein sagen kann wird krank!
Werden Sie sich bewußt, dass Ihre eigenen Bedürfnisse wichtiger oder mindestens ebenso wichtig sind, wie die der anderen. Sie können nicht immer allen gerecht werden und schon gar nicht von allen anderen gemocht werden. Hören Sie mehr auf Ihre innere Stimme, diese sagt ihnen meist sehr genau, was Sie möchten und was nicht.

Lernen Sie NEIN zu sagen!
Das Wörtchen "Nein" an der richtigen Stelle kann viel Arbeit, Stress und Zeit sparen

Ein Nein zeigt, dass man weiß was man will und ,dass man bewußt über seine Zeit und den eigenen Aufgaben entscheidet und sich dafür verantwortlich fühlt. Tatsächlich zeigen Studien, dass Menschen gerade andere Menschen respektieren, die zu ihren Aussagen stehen - wenn diese fair bleiben und eine gute Begründung für ihr “Nein” liefern.
Begründen Sie darum möglichst Ihr Nein und versetzen Sie sich in die Situation des anderen. Wenn Sie dem Bittsteller verständlich erklären, warum Sie seine Bitte ablehnen, wird dies für Sie beide einfacher.
Beispiel: Es tut mir leid, dass ich die Bitte zum Öffnen des Fensters ablehne, aber ich kuriere gerade eine Erkältung aus und zudem ist draußen starker Lärm, der mich bei der Bearbeitung der komplizierten Rechenaufgabe stört. In einer halben Stunde können wir das Fenster aufmachen, dann bin ich mit der Aufgabe fertig und mache Pause.

Acht nette Methoden des Nein-Sagens ohne den Gegenüber zu verletzen

    • Bewunderung für den Fragesteller ausdrücken
      Immer erst den Fragesteller loben: “Wollen Sie dieses Jahr den Festvortrag halten? Nirgendwo lieber als bei Ihnen. Aber...”
    • "Das ist ein reizvolles Angebot."
      “Nur zu dumm, dass ich im Moment schon anders angefangen habe...”
    • "Lassen Sie mich darüber nachdenken"
      Wenn man nach zwei Stunden anruft, wird die Absage nicht so schroff empfunden: Schließlich hat man sich die Antwort ja nicht leicht gemacht...
    • "Ich bin ein notorische Neinsager"
      Wird oft als eine Art Humor empfunden und wirkt besonders bei Kindern. Diese hören auf zu quengeln, wenn man Sie trotz des Nein-Sagens zum Lachen bringt
    • "Es paßt im Augenblick gerade nicht"
      Diese Leerformel stellt viele Fragesteller zufrieden. Wenn nicht kann man noch eine weitere Leerformel wie "Ich fürchte, dass kann ich jetzt nicht sagen." hinzufügen.
    • "So was mache ich normalerweise nicht"
      So antwortete der Schauspieler Paul Newman immer, wenn jemand ein Autogramm von ihm haben wollte. 'That's not something I do'
    • "Das tut mir aber leid für Sie."
      Die beste Antwort bei indirekten Anfragen. "Ich würde ja gerne das Klavier verschieben, doch leider ist es so schwer..."
    • "Nein"
      Die beste Antwort, wenn es wirklich wichtig ist. Diese einfache 'Nein' vermeidet Mißverständnisse

Tipp zum Umgang mit Nein-Sagern:

Begegnen Sie jemandem, der sofort klar und deutlich ‘Nein’ sagt, beenden Sie das Gespräch und gehen Sie weiter: Eine Person, die von vornherein mit Nein antwortet, ist die größte Zeitverschwendung überhaupt!
Sie sollten aber genau darum auch Respekt vor Nein-Sagern haben: Diese wecken keine falschen Hoffnungen und klauen ihnen durch Ihre klare und ehrliche Haltung niemals die Zeit.


Weiterführende Weblinks zum Thema Nein-Sagen: