Positiv denken

Ordnung im Leben

Die wichtigste aller Ordnungen ist die über sein Leben – zugleich die schwierigste Herausforderung. Über eine klare Struktur im Leben werden daher dicke Bücher geschrieben, einige wichtige Aspekte sollen auch hier behandelt werden.

Pessimist oder Optimist – Diesen Vergleich hören wir oft. Wenn Sie dabei meist als Pessimist abschneiden, der „immer negativ denkt“, nehmen Sie sich diese Einschätzung zu Herzen, vielleicht ist etwas Wahres dran. Negativ denken ist kein Verbrechen, für das Sie sich schämen müssen. Vielleicht gehören Sie nur zu den Leuten, die an alle Risiken denken und vorausschauend planen möchten. Oft werden mögliche Risiken aber mit tatsächlichen Situationen verwechselt, d.h. Sie malen sich vielleicht schon Dinge aus, die noch lange nicht eingetroffen sind. Es ist immer gut, auf etwas Schlechtes vorbereitet zu sein, aber glauben Sie auch an das Gute und an positive Überraschungen, das tut Ihrer Psyche nämlich gut und beschwingt Sie im Alltag. Ebenso wichtig ist das Belohnungsprinzip: Wenn Sie etwas Unangenehmes hinter sich gebracht haben, sollten Sie Ihrer Stimmung mit einer kleinen Belohnung auf die Sprünge helfen, z.B. mit einem Schokoriegel, einem netten Buch oder Ihrer Lieblingsmahlzeit.

Bild: In der Ruhe liegt die Kraft: Positiv denkenSein Leben ordnen kann man in beide Richtungen: Vergangenes sortieren oder auch „einräumen“, und Zukünftiges planen, d.h. im aktuellen Leben aufräumen. Eine Ordnung in der Vergangenheit herzustellen bedeutet vor allem: Erinnerungen sortieren und alte Gedankenkreise abschließen. Dazu helfen Briefe, Tagebücher und das Einkleben von Fotos. Wenn Sie jedoch Erinnerungsstücke haben, die immer wieder unangenehme Gedanken hervorrufen, scheuen Sie sich nicht davor, sie auch mal wegzuwerfen. Man muss nicht alle ehemals bedeutungsvollen Dinge aufbewahren, wenn sie schlichtweg an Bedeutung verloren haben und nur noch belasten.

Nicht nur Gedanken müssen aussortiert werden, oft sind es auch Nebenjobs, Hobbys oder sogar gewisse „Freunde“, die das Leben unnötig schwer machen. Soziale Kontakte sind das Geheimnis einer ausgeglichenen Persönlichkeit, aber achten Sie darauf, welche Unternehmungen Ihnen wirklich gut tun und welche Sie (und vielleicht auch Ihren Geldbeutel) eigentlich nur noch belasten. Wenn Ihnen das teure Fitnessstudio gut tut, behalten Sie es bei; wenn Ihnen der monatliche Stammtisch zur Last wird, verlassen Sie ihn einfach – wichtige Bekanntschaften daraus können auch so aufrecht erhalten werden.

Wenn es größere Probleme sind, die Sie belasten, z.B. Ihre Arbeit oder Ihre Beziehung, sollten Sie sich auch diesen Fragen stellen. Versuchen Sie herauszufinden, was Sie auf Dauer wollen und ob diese Ziele mit Ihren aktuellen Umständen vereinbar sind. Dabei sollten Sie auch solche Gedanken durchspielen, die Ihre Mitmenschen vielleicht nicht begrüßen würden. Wichtige Lebensentscheidungen sollten natürlich wohlüberlegt und nicht voreilig getroffen werden, aber achten Sie darauf, dass Sie dauerhafte Belastungen dann doch in absehbarer Zeit beenden.

Schließlich sollen hier noch solche Gedanken angesprochen werden, die man als „müßig“ bezeichnen könnte. Dazu gehören typischerweise: „Was denken die denn jetzt von mir?“ – „Was würde ich tun, falls der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass…“ – „Wie könnte er diese SMS jetzt aufgefasst haben?“ und ähnliche Fragen, deren Antwort wir nicht kennen können. Wenn wir sie erfahren können, sollten wir die entsprechenden Leute einfach fragen, Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für einen klaren Kopf. Die meisten solcher Fragen sind jedoch überflüssig, weil Sie uns nur unsicher machen statt wirklich zu helfen. Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf anderer Leute und verschwenden Sie nicht allzu viel Zeit mit nicht eintretenden Situationen – nur so behalten Sie einen kühlen Kopf mit geordneten Gedanken.